Forscher begutachten Stauraum der Lahn

22.11.2016 – (–) Ein Bild von der Lahnaue in Steindorf machten sich Vertreter des Hessischen Umweltministeriums, des Regierungspräsidiums Gießen, des Wasser- und Schifffahrtsamtes Koblenz, der Bundesanstalt für Gewässerkunde, der Umweltdezernent der Stadt Wetzlar und Forscher der Universität Hannover und des ZALF.

Im Rahmen einer zweitägigen Exkursion waren Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis als Gast des Regierungspräsidiums Gießen u.a. auch in der Wetzlarer Lahnaue zwischen Haarplatz und Altenberger Wehr zu Besuch.

Hintergrund ist das EU-Life-Projekt „Lebendige Lahn“, das Maßnahmen zur Stauraumstrukturierung in diesem Bereich vorsieht. Da die natürliche Fließgeschwindigkeit der Lahn durch zahlreiche Wehre verändert wurde, sollen Renaturierungsmaßnahmen wie die Anlage von Inseln und der Einbau von Totholz zur ökologischen Aufwertung dieses staugeregelten Gewässerabschnitts beitragen. Die Maßnahmenvorschläge zur Stauraumstrukturierung ergänzen sich inhaltlich und räumlich mit der Idee der Stadt Wetzlar, analog zum Biotopentwicklungskonzept Garbenheimer Aue auch ein Konzept für die Steindorfer Aue zu erstellen. Hierbei sollen z.B. Ideen aus den 90er Jahren zur Reaktivierung eines ehemaligen Lahnarmes aufgegriffen werden.
An der Exkursion teilgenommen hat auch die Forschungsgruppe PlanSmart der Leibniz-Universität Hannover und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandforschung (ZALF). PlanSmart erforscht neue Planungsmethoden und mögliche Auswirkungen von Flussrenaturierungen und beabsichtigt, dazu mit dem „Lebendige Lahn“ Projekt zu kooperieren. Durch eine Zusammenarbeit von PlanSmart und „Lebendige Lahn“ könnten sich auch für die Stadt Wetzlar vielfältige Synergien ergeben.

 

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